Georg Magirius

  

  Willkommen

  Magirius

  Termine

  GangArt

  Auftritt

  Werkstatt

  Buch

  Hörbuch

  Herausgeber

  Sammelband

  Radio

  Zeitung

  Presse

  Kontakt

  Impressum

  Newsletter

     
Stilles Franken

24 Adventsorte

111 Seiten, Echter Verlag Würzburg 2021
broschiert, mit vielen farbigen, großformatigen Abbildungen
Lektorat: Melanie Zeuß, Thomas Häußner
ISBN: 978-3-429-05670-4
  EUR 12.00

... von Georg Magirius 

Stilles Franken - 24 Adventsorte

  Direkt bestellen
beim Verlag > hier

Kurzbeschreibung:

Verwinkelt, geheimnisvoll und sinnlich: In Franken gibt es viele Orte, die Weihnachtsfreude hervorrufen. Dabei sind es nicht allein Schlösser, Kirchen oder Weihnachtsmärkte, die adventlich stimmen. 

Der fränkische Advent zeigt sich ebenso auf urigen Waldpfade, zwischen endlos wirkenden Rebenreihen, an still verträumten Winterweihern, in Lebküchnereien ohne Onlineshop, in Seitentälern bei Schafen, vernebelten Burgruinen, stillen Weindörfern, Marienkapellen, Grotten, Dorfgasthäusern, Schneelandschaften, versteckten Parks und beim Anblick faszinierend verwinkelter Fachwerkhäuser. 

Die stimmungsvollen Fotos, unterhaltsamen Texte und besonderen Tipps laden ein, sich Weihnachten Schritt für Schritt anzunähern und die Orte selbst aufzusuchen.

Pressestimmen:

"Viele dieser Orte sind eher unbekannt und weniger auf den Hochglanzprospekten der Tourismusbranche zu finden. Vielleicht gerade deswegen animieren sie zur eigenen Erkundungslust. Schon nach dem Lesen der ersten Seiten möchte man alles liegen lassen und glatt aufbrechen."  Andreas Steffel, Leiter der Erwachsenenbildung Bad Mergentheim - Besprechung lesen hier

Leseprobe:

Ort 18: Marktbreit

Freche Winkel

Marktbreit - Foto (c) Georg Magirius

Wer den Malerwinkel in Marktbreit fotografiert, kann zwischen mehreren, eigens in der Mauer angelegten Fotobuchten wählen. Oft wurde die Ansicht gemalt, reist als Postkarte um die Welt. Nur warum gilt der Malerwinkel als romantisch? Weil er nicht dem Gesetz des rechten Winkels folgt. Während in großen Städten der Kasten als Wohnform eine traurige Blüte erlebt, leugnen die drei zusammengefügten Häuser das Schmale, Schiefe und Verwinkelte nicht.

Im Malerwinkel ist ein Museum. Jedes Jahr im Advent wirft eine Ausstellung einen frischen Blick auf Weihnachten. Ist der Glanz des Festes in Schwarz-Weiß darstellbar?, heißt es dann etwa. Antwort gibt die Silouhettenkunst der Scherenschneiderin Irmingard von Freyberg, die im nahen Sommerhausen lebte. Auch Tolkien, Autor von „Herr der Ringe“, fand Beachtung. Denn als Weihnachtsmann vom Nordpol verfasste er Weihnachtsbriefe an seine Kinder.

Eine originalgetreue Reproduktion des Urmanuskripts des Struwwelpeters war ebenfalls im Malerwinkel zu Gast. Heinrich Hoffmann suchte 1844 vergeblich ein Weihnachtsgeschenk für seinen Sohn. Also dichtete und zeichnete er die Urschrift des späteren Welterfolgs, die übrigens das Nürnberger Nationalmuseum aufbewahrt. Das Buch handelt von Kindern, die zündeln, in den Himmel schauen und sich endlos Haare und Nägel wachsen lassen. Nur braven Kindern bringe das Christkind etwas, mahnt Papa Hoffmann in dem Buch. Trotzdem erntete er Kritik, weil Kinder auf Gedanken kommen könnten, die sich dem Gesetz des rechten Winkels widersetzten. In der 100. Auflage lässt der Autor den Struwwelpeter sagen: Eine Kur sei ihm verschrieben worden! Doch vergeblich: „Ich bleib der Bursch, der ich war.“ 

Das passt zu Marktbreit, das sich eine Vielfalt an Formen bewahrt. Das Schloss zeigt Voluten, gekrönt von einer geometrischen Form, die in Erinnerung rufen kann, dass auch die Christbaumkugeln sich dem Gesetz des rechten Winkels widersetzen. Und oberhalb von Markrtbreit nehmen sich unzählige Schlehenbeeren und Hagebutten die Freiheit, ihre Süße nicht ins Eckige zu zwingen.


Regelmäßig Informationen über Neuerscheinungen?
Den kostenfreien Newsletter bestellen: Newsletter@GeorgMagirius.de.



Georg Magirius  Waidmannstraße 23  D-60596 Frankfurt am Main 
Tel. 069-13393796  Mobil: 0176-29402322  Mail