Cover von Stilles Franken

Stilles Franken

24 Adventsorte

Autor: Georg Magirius
108 Seiten. Echter
broschiert. großformatige Fotos. Lektorat: Thomas Häußner, Melanie Zeuß
ISBN: 978-3-429-05670-4 · Preis: 12 €

Die Sinne erholen sich, die Gedanken glätten sich.

Still ist die Natur, die Erwartung wächst.

Georg Magirius

Kurzbeschreibung

Verwinkelt, geheimnisvoll und sinnlich: In Franken gibt es viele Orte, die die weihnachte Vorfreude wachsen lassen. Es sind aber nicht allein Schlösser, Kirchen oder Weihnachtsmärkte, die andventlich stimmen. Sondern auch urige Waldpfade, endlos wirkenden Rebenreihen, still verträumte Winterweihern und Lebküchnereien ohne Onlineshop. Außerdem findet man den Advent in Seitentälern bei Schafen, in vernebelten Burgruinen, stillen Weindörfern, in Marienkapellen, Grotten und Dorfgasthäusern. Aber Hinweise auf Weihnachten finden sich auch in Schneelandschaften, versteckten Parks und beim Anblick faszinierend verwinkelter Fachwerkhäuser.

„Stilles Franken“ lädt dazu ein, sich dank der Fotos und Texte in Ruhe zu Hause auf Weihnachten einzustimmen. ABer die Orte lassen sich dank der Tipps auch sehr gut selbst aufzusuchen.

Achtung! Das Buch hat sich wegen seines attraktiv stillen Charakters leider ausverkauft ist. Wenige letzte, neuwertige Exemplare gibt es eventuell noch über das Büro Magirius. Bestellen bzw. nachfragen: buero@georgmagirius.de Es gibt von Georg Magirius auch aktuelle, über den Buchhandel bestellbare Bücher mit meditativen Wanderungen: Frankenfreude, Frankenliebe (2. Auflage) und Stilles Frankfurt.

Im Bayerischen Rundfunk

Zu Fuß zur Weihnachtsfreude hören

Georg Magirius zeigt, wie wenig dazugehört, die Schönheit des Daseins wieder zu spüren.

Ralf Julke – Leipziger Zeitung

Pressestimmen

„Intimes über Franken.“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Den weihnachtlichen Trubel lässt der Autor meist außen vor. Ihm sind die einsamen Feldwege und Waldpfade lieber, wo die Gedanken zur Ruhe kommen.“ – Susanne Hasenstab, Monatsmagazin Spessart

„Das Gehen fasziniert Magirius. Gehen im eigenen Tempo.“ – Sabine Schömig, Main Echo

„Reiseführer, philosophische Betrachtung, trockener Humor.“ – Antje Schrupp, EFO-Magazin 

„Mainfranken ist für Georg Magirius ‚Mein Franken‘.“ – Otto W. Ziegelmeier, Theology.de

„Schon nach dem ersten Lesen der ersten Seiten möchte man alles liegen lassen und glatt aufbrechen.“ – Andreas Steffel, Erwachsenenbildung Bad Mergentheim 

Stilles Franken: Marktbreit

Leseprobe

Adventsort 18: Marktbreit

Freche Winkel

Wer den Malerwinkel in Marktbreit fotografiert, kann zwischen mehreren, eigens in der Mauer angelegten Fotobuchten wählen. Oft wurde die Ansicht gemalt, reist als Postkarte um die Welt. Nur warum gilt der Malerwinkel als romantisch? Weil er nicht dem Gesetz des rechten Winkels folgt. Während in großen Städten der Kasten als Wohnform eine traurige Blüte erlebt, leugnen die drei zusammengefügten Häuser das Schmale, Schiefe und Verwinkelte nicht.

Im Malerwinkel ist ein Museum. Jedes Jahr im Advent wirft eine Ausstellung einen frischen Blick auf Weihnachten. Ist der Glanz des Festes in Schwarz-Weiß darstellbar?, heißt es dann etwa. Antwort gibt die Silouhettenkunst der Scherenschneiderin Irmingard von Freyberg, die im nahen Sommerhausen lebte. Auch Tolkien, Autor von „Herr der Ringe“, fand Beachtung. Denn als Weihnachtsmann vom Nordpol verfasste er Weihnachtsbriefe an seine Kinder. Eine originalgetreue Reproduktion des Urmanuskripts des Struwwelpeters war ebenfalls im Malerwinkel zu Gast. Heinrich Hoffmann suchte 1844 vergeblich ein Weihnachtsgeschenk für seinen Sohn. Also dichtete und zeichnete er die Urschrift des späteren Welterfolgs, die übrigens das Nürnberger Nationalmuseum aufbewahrt. Das Buch handelt von Kindern, die zündeln, in den Himmel schauen und sich endlos Haare und Nägel wachsen lassen.

Nur braven Kindern bringe das Christkind etwas, mahnt Papa Hoffmann in dem Buch. Trotzdem erntete er Kritik, weil Kinder auf Gedanken kommen könnten, die sich dem Gesetz des rechten Winkels widersetzten. In der 100. Auflage lässt der Autor den Struwwelpeter sagen: Eine Kur sei ihm verschrieben worden! Doch vergeblich: „Ich bleib der Bursch, der ich war.“ Das passt zu Marktbreit, das sich eine Vielfalt an Formen bewahrt. Das Schloss zeigt Voluten, gekrönt von einer geometrischen Form, die in Erinnerung rufen kann, dass auch die Christbaumkugeln sich dem Gesetz des rechten Winkels widersetzen. Und oberhalb von Markrtbreit nehmen sich unzählige Schlehenbeeren und Hagebutten die Freiheit, ihre Süße nicht ins Eckige zu zwingen.

Stilles Franken in Sachsen, Berlin, und Pfalz

Unterwegs zum unverwechselbaren Lebkuchen
Der Sonntag (Sachsen) / Die Kirche (Berlin) / Sonntagsblatt (Bayern) / Kirchenbote (Pfalz) lesen

Adventswanderung der Reihe GangART

Zu einem Ort aus „Stilles Franken

Lichtzufuhr im Winterwald lesen