Georg Magirius

 

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Vom Lachen der Engel und Menschen

Geschichten und Gedichte zu Advent und Weihnachten

Mit Illustrationen von Marie Geißler
Herausgegeben von Christoph Münchow
Hardcover - 200 Seiten, EUR 12,80 
Evangelische Verlagsanstalt Leipzig 2013
ISBN 978-3-374-03333-1

... von Georg Magirius  

 

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Kurzbeschreibung:

Nicht immer ist das Leben zum Lachen. Zumindest an Weihnachten sollte es anders sein. Dieses Buch macht Ernst damit, dass es in der biblischen Weihnachtsgeschichte nicht nur ernst zugeht.

Die Engel kündigen nahe Bethlehem die Freude an. Zur Ehre Gottes singen sie und für den Frieden auf Erden. Viele Komponisten lassen den Gesang wie himmlisches Jubelgelächter erklingen. Und die Dichter, auch die ernsten, wissen, wie wichtig es ist lachen zu können. Das Buch ist ideal zum Vorlesen, für ein Selbstbesinnen und erfrischendes Schmunzeln im Advent und in den Weihnachtstagen.

Mit Texten u.a. von Martin Walser, Christoph Kleemann, Siegfried Lenz, Kerstin Hensel, Karel Čapek, Hanns Dieter Hüsch,
Thomas Rosenlöcher, Erich Kästner, Gerhard Schöne.

Georg Magirius widmet sich in seinem Beitrag der Frage, in welcher Preisklasse das Honorar des Engelheers für ihren Gesangauftritt nahe Bethlehem wohl gelegen haben dürfte.     


Der Herausgeber:

Christoph Münchow, Dr. theol., Jahrgang 1946, war im Dresdner Kreuzchor und studierte Evan­gelische Theologie in Berlin. Gemeindepfarrer in Dresden, danach Direktor des Predigerseminars Lückendorf in der Oberlausitz und schließlich sächsischer Oberlandeskirchenrat. Der gebürtige Zwickauer publiziert historische und literarische Stoffe.

Die Illustratorin:

Marie Geißler arbeitet als freischaffende Graphikerin in Berlin. Sie studierte Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität in Weimar mit Schwerpunkt Illustration. Seit 2009 arbeitet sie im Atelier Musenstube in Berlin Neukölln.

Leseprobe:

Aus: "Ein großes Heer, das Frieden singt"

(...) Der Preis, den Gott durch die Engel erfährt, ist ein Tönen, das einen von sich selbst absehen lässt - und gerade dadurch kann man sich heimisch fühlen, ganz bei sich. Ich war einmal bei solch einem Preisen dabei, das an das Loben aus der Weihnachtsgeschichte erinnert. Platziert war ich in der zweiten Bassstimme eines klassisch-dörflichen Männergesangvereins. Es handelte sich um ein Treffen von Gesangvereinen, das nicht mit Pokalen oder anderen Preisen lockte, auch wenn es von früher her noch Preissingen hieß.

Vielleicht hatte es den Namen sogar aus einer weihnachtlichen Ahnung heraus behalten, dass der beste Preis in der Musik selbst gründet. Aber der Reihe nach: Zunächst übten wir die Stücke über Monate, was nicht ungewöhnlich war. Die hohe Kunst des Dorfvereins bestand darin, nicht auf Notenblätter schielen zu müssen. Das war auch bei den Engeln auf dem Feld so, die ebenfalls nicht gespickt haben könnten, sonst hätte ihr Auftritt nicht alsbald geschehen können, wie es in der Weihnachtsgeschichte nach Lukas heißt.

Alle zehn Minuten wurde ein neuer Chor auf die Bühne gebeten. Kein Beifall. Nichts. In der riesigen Stadthalle, in der die Dorfvereine aus der felderreichen Gegend rund um das Fachwerkstädtchen eingetroffen waren, saß so gut wie niemand. Jeder Chor sang nur für sich selbst, um sodann höchst zufrieden die Halle wieder zu verlassen. Zwar existierte ein Jury, aber sie bestätigte die Teilnahme samt eines erläuternden Kommentars nur auf Papier. Es war ein Preissingen, aber es gab keine Preise - genau wie bei den Engeln in der feldereichen Gegend in der Nähe Bethlehems.

Sie riefen ihre Töne in den Himmel und erhielten dafür keinen Lohn. Oder doch? Indem sie nicht an Lohn denken mussten? Ihr Singen war Überfluss, hatte keinen Nutzen, es gab keine Autogrammwünsche, keine kreischenden Teenies. Nichts. Es war Gesang, genug. Da hatte sich alles erfüllt.



 

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